CAMPUS STORIES

Jörg Stolpmann berichtet über Bienen in Zeiten von Corona

Unsere Bienen fliegen ihre Bahnen über den Wilhelminenhof

Unsere Bienen fliegen nun schon seit vier Jahren über den Campus Wilhelminenhof, hier direkt an der Spree. Sie sammeln emsig Nektar und Pollen von Bäumen und Blühpflanzen, sind beschäftigt mit der Vorbereitung auf ein hoffentlich gutes Bienenjahr. Alles scheint am Bienenstand im Urban Garden wie immer. Und doch ist alles anders. Wo sonst gelernt, gedacht, erfunden wurde ist nun gähnende Leere. Eine Denkfabrik ohne Denker. Wir haben die Zeit angehalten, die HTW ist im Notbetrieb. Der winzige Corona Virus zwingt uns in eine Pause. Jetzt wirkt der Gebäudekomplex so monumental, so statisch, so als könnte die Zeit, diese Krise, ihm nichts anhaben.

Eines was die Studierenden im AWE Fach Bienenwirtschaft vermittelt bekommen, ist in die Beobachtung zu gehen, das Gesehene zu hinterfragen, das gesammelte Wissen zu bewerten und dem Tun eine Bedeutung zu geben. Im Moment der Ruhe und der Konzentration tut sich eine Distanz auf, wir entreißen uns dem Strom der Zeit. Wir hinterfragen! Wir sind neugierig wie Kinder, wach und konzentriert.

Die Krise zwingt uns in eine Distanz zum gewohnten Leben und wir haben die Möglichkeit zu ordnen und zu bewerten. Den kleinen Dingen wieder einen Wert zu geben. Und das ist das Positive dieser Zeit, sie macht uns wacher und nachdenklicher. 

Der Biene ist es immanent, zu beobachten und ihr Tun an den Gegebenheiten zu orientieren. Sonst hätte diese Spezies nicht 50 Millionen Jahre überlebt. Sie greift auf einen tiefen Erfahrungsschatz ihrer Evolutionsgeschichte zurück. Sie muss auf das Tägliche reagieren ohne das große Ganze zu vergessen.

Ich sehe jetzt wacher und neugieriger der nächsten Zeit entgegen, wie sich die Plätze und Orte wieder mit Menschen füllen werden und habe die Hoffnung das wir wacher den kleinen Dingen gegenüber sein werden und unsere Entscheidungen bewusster auch an den großen Dingen des Lebens orientieren.

Jörg Stolpmann · Leiter des AWE Kurs Bienenwirtschaft an der HTW

Seit 2010 ist Tobias Nettke Professor im Studiengang Museumskunde mit dem Schwerpunkt Bildungs- und Vermittlungsarbeit in Berliner Museen. Welches sein Lieblingsmuseum ist und welche Chancen die Coronakrise auf die Digitalisierung der Museen hat, verrät er nach dem Klick auf das Bild.

Claudia Heller ist eine der ersten Studierenden, die im Forschungsprojekt „Hausgeräte zur Wäschepflege“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) promovieren. Zum Ende ihres Masters in Bekleidungstechnik an der HTW fragte ihre heutige Doktormutter, ob Heller nicht Lust hätte, bei ihr im Forschungsprojekt ihren Doktor zu machen. Heller nahm das Angebot an und promoviert nun seit knapp zwei Jahren in einer Kooperation von HTW und Technischer Universität Berlin (TU). Ihr Interview im Tagesspiegel vom 09.12.2019.

Chalayan wird Professor für Modedesign

Der renommierte Modedesigner Hussein Chalayan übernimmt eine Professur an der HTW Berlin. Im Studiengang Modedesign verantwortet er das Lehrgebiet „Grundlagen Gestaltungsbasis und Entwurfsprozesse“ mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Innovation. In Zentrum von Chalayans Tätigkeit an der HTW Berlin werden angewandte interdisziplinäre Forschung und praxisnahe Kooperationsprojekte mit der internationalen Modebranche stehen. „Ich fühle mich geehrt und freue mich, diese neue Rolle an der HTW Berlin zu übernehmen. Ich freue mich auf die Arbeit mit neuen Möglichkeiten als Teil des Expert_innenteams der HTW Berlin“, sagt er. Die Hochschule und Berlin seien für ihn die richtigen Orte, um konzeptionelle und künstlerische Ideen in einer inspirierenden Metropole umsetzen zu können.

Warum Sophia Bekleidungstechnik/Konfektion studiert und wo Sie nebenbei arbeitet, erfahrt ihr in der Campus Story. 

Seit 2017 ist Pelin Celik Professorin im Studiengang Industrial Design mit dem Schwerpunkt User Experience. Auf welches Produktdesign Sie besonders stolz ist und mit wem Sie gerne mal einen Kaffee trinken würde, erfahrt ihr nach dem klick auf das Bild.

Insgesamt 15 Studentinnen und Studenten besuchen in diesem Semester den Kurs „Bienenwirtschaft im Urban Gardening“ an der HTW Berlin und erlernen das Imkerhandwerk. Der Ansturm war groß, bewerben musste man sich mit einem Motivationsschreiben. Die Truppe ist bunt gemischt: Linda zum Beispiel studiert Game Design, Kilian Mikrosystemtechnik, Andi Wirtschaftsinformatik, Julia und Jakob Kommunikationsdesign. „Wachhund“ Salithi macht auch ohne Leistungspunkte mit.

Ob die Jogginghose alltagstauglich ist oder ob man dann die Kontrolle über sein Leben verloren hat, verrät euch Horst Fetzer im Interview.

Susanne Kähler lehrt und forscht seit 2015 als Professorin im Studiengang Museumskunde und ist außerdem Prodekanin des Fachbereichs. Derzeit wird unter ihrer Leitung die Website bildhauerei-in-berlin.de, eine Datenbank zur Kunst im öffentlichen Raum, aufgebaut. Im Interview gibt es noch mehr spannende Einblicke.

Unser Mitarbeiter Dustin Helwig berichtet aus seinem Arbeitsalltag am Fachbereich 5 und gibt einen kleinen Einblick, warum es sich lohnt an der HTW Berlin zu arbeiten.

Der Disney-Film "Rapunzel — neu verfönt" lässt keine Wünsche offen. Doch wie bekommt man es hin, dass alles so echt aussieht? Jan Berger weiß es. Er hat in den Walt Disney Animation Studios in Los Angeles gearbeitet, ehe er als Professor an die HTW Berlin kam. Als "Character Technical Director" hauchte er nicht nur Rapunzels Haaren Leben ein, sondern sorgte für den eisigen Wind in "Die Eiskönigin", ließ Vanellopes Zopf in "Ralph reichts" hüpfen und brachte den aufblasbaren Roboter "Baymax" in Form.